Februar 2026

Was wenn...

Ein früheres Bild des Monats und seine Geschichte.

Beschreibung

...man noch alte Glühbirnen hat und man noch was damit anfangen will?

Entstehung des Fotos

Genau das fragte ich mich letztes Jahr. Ich hatte im Keller noch ein paar dieser Stromfresser aus alten Zeiten. Damit wollte ich noch etwas mehr oder weniger Kreatives machen.

Da kam mir in den Sinn, dass ich mal was im Internet gesehen hatte. Dort schoss einer mit einem Luftgewehr auf solche alten Leuchtmittel und fotografierte diese beim zersplittern. Allerdings hatte der eine Highspeed-Kamera, ich dagegen nur eine handelsübliche Kleinbildkamera.

Ich war mir sicher, dass mir vergleichbare Aufnahmen nicht gelingen könnten. Aber wie so oft wollte ich mich nicht einfach geschlagen geben!

Schlussendlich entstand das Bild des Monats Februar 2026, auf welchem genau der Moment eingefangen ist, in dem das Geschoss das Glas der Glühbirne durchschlagen hat, bereits Sauerstoff in den Innenraum kam und damit der Glühfaden im "Todeskampf" aufleuchtete.

Alle Scherben sind noch fast - aber nur fast - an ihrem Platz und so ergibt sich ein Bild des Chaos.

Ich hatte wie erwähnt noch mehrere solch alter Leuchtmittel und so baute ich meine Waschküche in ein Versuchslabor um: Auf dem Tisch wurde eine E27-Fassung aufgestellt und dort ein Labornetzgerät angeschlossen. Dieses stellte ich auf 70 Volt Gleichstrom ein, so dass der Glühfaden nur dunkel leuchtete.

Der Foto-Blitz wurde mit einem speziellen Trigger ausgelöst, welcher Schallwellen erfasst und beim Überschreiten eines gewissen Pegels dem Blitz das Zündsignal weitergibt. Dies passierte somit bei der Schussabgabe einer Luftpistole, die auf die Glühbirne abgefeuert wurde. Als Kugelfang diente eine alte Kartonschachtel und der ganze Schusskanal war mit Plastik ummantelt, damit die Scherben nicht wahllos durch die Gegend flogen (besser gesagt 'fliegen sollten').

Wie befürchtet konnte ich nie den entsprechenden Moment auf das Foto bringen. Einige Fotos waren zwar einigermassen brauchbar, aber den Einschlag des Geschosses hatte ich nie im Bild.

Auch das Ändern des Abstandes vom Trigger-Gerät zur Pistole führte nicht zum erwarteten Ergebnis (Eine Veränderung um 34 Zentimeter macht immerhin 1 Millisekunde Differenz). Das kleine Bild zeigt eines der besseren Versuche.

Als ich schon fast alle in Frage kommenen Leuchtmittel vernichtet hatte und immer noch ohne wirklich gutes Ergebnis dastand, hatte ich noch eine Idee, von der ich mir etwas mehr erhoffte, aber absolut nicht sicher war, ob sie funktionieren würde:

Ich filmte das Ereignis mit möglichst kurzer Belichtungszeit und auf genau einem einzigen, brauchbaren Einzelbild war dieses 'Bild des Monats Februar' zu sehen!

Da wäre doch noch eine Wettbewerbsfrage: Wo ist das Geschoss? Ich habe es nicht entdeckt...

Was wenn...
Was wenn... · Februar 2026