November 2023

Petra

Ein früheres Bild des Monats und seine Geschichte.

Beschreibung

Name: Petra (Wadi Musa), Jordanien

Entstehung des Fotos

Höhe ü.M.: 800-1300m

Alter: Blütezeit etwa 3. Jahrhundert v.Chr.

Petra, das ist die antike Felsenstadt der Nabatäer, die strategisch günstig an der Kreuzung mehrerer Karawannenstrassen lag. Heute sind vor allem die in den Sandstein gehauenen Grabmäler bekannt. Darunter wohl am bekanntesten das sogenannte "Schatzhaus" (Khazne al-Firaun), das auf diesem Bild am Ausgang des Siq auftaucht und in Wahrheit ein Grabmal ist. Petra wurde auch mehrfach als Filmkulisse gebraucht.

Seit den Kreuzzügen (11.-13. Jahrhundert) hatte kein Europäer mehr Petra betreten. Um 1800 war die Felsenstadt so gut wie vergessen. Erst der Schweizer Johann Ludwig Burckhardt entdeckte sie 1812 auf einer seiner Reisen durch Arabien.

Die Jordanien-Rundreise war meine letzte Reise, bevor vier Monate später die Corona-Pandemie den Besuch anderer Länder verunmöglichte.

Bei mir standen gleich zwei Dinge auf der "Todo-Liste" für Jordanien. Das eine war baden im Toten Meer. Seitdem ich als Kind davon hörte, dass man sich im Toten Meer nur hineinlegen braucht und dann automatisch schwimmt, konnte ich das nicht wirklich glauben. Klar, es werden ja wohl nicht alle Lügen, aber das war für mich so unwirklich, dass ich das einfach nicht recht glauben wollte. Bis ich diese, bis heute immer noch äusserst faszinierende Erfahrung, auf dieser Reise dann selber machen durfte!

Der zweite Punkt auf der "Todo-Liste" war dann eben Petra. Nachdem ich ein Jahr zuvor eigentlich nicht weit von Petra entfernt die Pyramiden von Gizeh begehen durfte (ein weiterer Punkt auf dieser Liste), war ich gespannt, wie Petra auf mich wirken würde.

Vielen dürfte diese Städte aus dem Film "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" bekannt sein, wo der Held auf einem Pferd durch die Schlucht (Siq) reitet und dann an deren Ausgang den selben Ausblick auf das Schatzhaus hat wie auf dem "Bild des Monats".

Und ich kann bestätigen: Während man die rund 1.2 Kilometer durch die teilweise fast 100m tiefe Schlucht geht, weiss man ja bereits was einem erwartet. Nach jeder Biegung glaubt man den Ausblick auf das Schatzhaus zu bekommen, ­ aber es ist noch nicht soweit, bis... Wie erwähnt, man weiss genau, was es zu sehen gibt, aber wenn man dann tatsächlich um die letzte Biegung kommt und durch den schmalen Siq das berühmte Schatzhaus erblickt, dann haut es einem fast um. Es ist ein überwältigender Anblick!

Nur gut, dass "Ah", "Oh" und "Wow" in allen Sprachen dasselbe bedeutet, sonst würde man sich wohl fragen, wovon denn da alle sprechen. 😉

Petra
Petra · November 2023